Impulskontrolle - Iss deinen Kuchen!

19.10.2017

 

Als Schweizerin bin ich besonders Fan von Deutschen Kuchen und Sahnetorten; im Backen hat uns unser grosser Kanton viel voraus.

 

Nun sollte ich, etwa in meinem 8. Monat meiner Intuitiv Essen-Erfahrung, für drei Wochen nach Teneriffa in den Urlaub. Ich war nervös, denn ich wusste, dass es an jeder Ecke ein deutsches Kuchenbuffet gab, die alle nach mir rufen würden...

 

Wie sollte ich all den Kuchen widerstehen können? Ich wollte ja auf keinen Fall zunehmen! Und wenn ich jetzt essen konnte so viel ich wollte, konnte ich für nichts garantieren.

 

Ich ging also mit meiner Nervosität zu meiner Ernährungspsychologin, um sie um Rat zu fragen.

 

„IMPULSKONTROLLE ist die Antwort“, meinte sie. Ich bekam die Aufgabe, mit mir selbst auszumachen, wie oft und wie viel Kuchen ich einplanen wollte in meinen Alltag. Ob ein mal pro Woche, zwei mal…oder was halt passte, ohne dass ich ein Gefühl des Verzichts bekam.

 

Ich hörte also in mich hinein: „Täglich ein Stück Kuchen!“ war die Antwort, die ich bekam. Na gut! Ich machte es mir also zur Aufgabe, täglich ein Stück Kuchen zu essen während meines Urlaubs.

 

Was ich auch tat. Ich zelebrierte meinen täglich Gang in die verschiedenen Kaffees förmlich, suchte immer ein Stück der Torte aus, die mich am meisten „gluschtete“. „Wähle nicht mit dem Kopf und dem Verstand aus, sondern nimm die, die du wirklich möchtest!“ riet mir meine Ernährungspsychologin. Denn es soll ja befriedigen, und das tut die zuckerfreie, kalorienärmere Erdbeertorte nicht, wenn ich auf Schwarzwälder Lust habe. Meistens wählte ich die grösste und gehaltvollste aus, manchmal schmeckten sie gut, manchmal nicht.

 

An zwei Tagen hatte ich zwei Stück Kuchen, an einem Tag gar keinen. Daneben hatte ich mir noch eine Prinzenrolle gekauft, die dann offen über eine Woche im Küchenschrank stand - eine neue Erfahrung für mich.

 

SONST HATTE ICH WÄHREND DES GANZEN URLAUBS WEDER SCHOKOLADE GEKAUFT, NOCH SONST IRGENDWELCHE SÜSSIGKEITEN! Und hier redet ein Ex-Zuckerjunkie, für die eine ganze Torte mit einer ganzen Prinzenrolle zur täglichen Normalität gehörte.

 

Während dieser drei Wochen hatte ich ohne Anstrengung Impulskontrolle geübt, und war total frei vom Esszwang. Meinen täglichen Kuchen hatte ich genossen (obwohl ich merkte, dass die meisten gar nicht so gut schmeckten, wie sie aussahen) und musste nicht bingen, da ich wusste, dass es morgen wieder Torte geben würde.

 

Und ohne zu Verzichten, und mit Genuss, hatte ich in meinem Urlaub sogar abgenommen! Ich fühlte mich grossartig in meinem Körper.

 

 

 

 

Binge Eater und Emotionale Esser haben Mühe ihre Impulse zu kontrollieren, vor allem wenn es ums Essen geht.

 

„Gib es mir jetzt, und viel davon!“ - Und schon ist das fremdgesteuerte Gefühl vor und während dem Fressanfall da.

 

Wir müssen lernen, die Kontrolle zu übernehmen, wenn es ums Essen geht; Impulskontrolle.

 

Da es ab sofort keine „bösen“ Lebensmittel mehr gibt, und du alles essen darfst, kannst du anfangen, deine Lieblings-Esswaren in deinen Alltag einzubauen.

 

*Keine Verbote mehr

*Kein "ab morgen" Denken mehr

*Kein Verzicht mehr

 

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