Drei Schritte in Richtung Freiheit!

13.04.2017

Sabotierst du dich selbst? Bist du unzufrieden mit dir, deinem Körper? Isst du oft ohne Hunger, vielleicht sogar zwanghaft mit Fressattacken? Schaffst du es nicht, aufzuhören? Erreichst du deine immer wieder gesetzten Ziele nicht? Gibt es ein Teil in dir, der einfach nicht will (abnehmen, Sport machen, gesünder essen etc.)? Vielleicht leidest du sogar unter dem Binge Eating Disorder?
 

Hier ist der Schlüssel, der dir die Tür zur Freiheit und zur Selbst-Liebe aufschliesst:

 

Für ein Kind ist die Liebe und Fürsorge der Eltern überlebenswichtig. Es lernt schon als Säugling, welches Verhalten ihm Anerkennung und Aufmerksamkeit bringt, und welches bei den Erwachsenen eher auf Ablehnung stösst.

 

Wir entwickeln eine Selbstwahrnehmung und eine Identität, abgeleitet von den gemachten Erfahrungen, was liebenswert und was nicht liebenswert ist an uns.

 

Ich, zum Beispiel, verfolgte die Taktik der Braven. Wenn ich mich an die Regeln hielt, brav und ruhig war, ohne Bedürfnisse, würden mich Mama und Papa sicher lieben und nicht verlassen. Ich war in Sicherheit. So wurde die Stimme in meinem Kopf geboren, die mich immer ermahnte, lieb und still zu sein, ja nicht aus der Reihe zu tanzen und mich an die Regeln zu halten. Sie sollte mein Überleben sichern. Diese Stimme kontrolliert mich manchmal heute noch, obwohl ich sie jetzt nicht mehr in diesem Ausmass brauche, denn ich kann heute für mich selbst sorgen.

 

Der Innere Kritiker

 

Seit dem Kindergartenalter haben wir auch den Inneren Kritiker. Er bewahrt uns vor Verletzungen und Schaden. Er ermahnt uns, nicht vor ein Auto zu laufen oder mit Feuer zu spielen. Ebenfalls hilft er uns, in die Gesellschaft zu passen. Zuerst lernen wir korrektes Verhalten von unseren Eltern, und später, übernimmt der Innere Kritiker diese Rolle. Die Zustimmung unserer Eltern und der Gesellschaft sichern wiederum unser Überleben.

 

Der Innere Kritiker ist eine Ansammlung von Autoritäts-Figuren und kulturellen Normen, mit denen wir aufgewachsen sind. Es ist nicht unbedingt die Stimme unserer Mutter oder unseres Vaters, eher eine Mischung von vielen Stimmen. Für eine lange Zeit hat uns diese Stimme gut gedient.

 

Aber jetzt, wo wir erwachsen sind, brauchen wir sie nicht mehr. Wir haben nun unseren eigenen moralischen und spirituellen Kompass.

 

Um uns vom emotionalen Essen und sonstigen Selbst-sabotierenden Verhalten befreien zu können, ist es entscheidend, dass wir uns dieser Stimme bewusst werden.

 

Der Innere Kritiker will nicht, dass wir uns verändern und er will auch nicht unbedingt, dass wir glücklich sind und uns selbst lieben. Er ist die Stimme in unserem Kopf, der uns immer wieder sagt: „du schaffst es ja sowieso nie! Du wirst ewig fett sein! Niemand wird dich je lieben! Es funktioniert für alle anderen, aber sicher nicht für dich! Hast du dich mal im Spiegel angeschaut? Du bist und bleibst ein Versager!...“

 

Wie weisst du, dass diese Stimme wieder mal sehr laut ist und dich kontrolliert? – Du fühlst dich klein, schwach, beschämt, verzweifelt, bedürftig; so als ob du es niemals auf die Reihe kriegen wirst, es niemals schaffen wirst und sofort Erlösung möchtest von deinem Leid, eine Diät zum Beispiel.

 

Wir identifizieren uns mit dieser kritischen Stimme und realisieren gar nicht, dass es ein „sie“ und ein „ich“ gibt. Wir sind verstrickt in ihr, glauben ihr alles und fühlen uns schlecht, ohne dass wir wirklich wissen warum. Schlecht fühlen wollen wir uns nicht, also lenken wir uns ab mit einer Fressattacke, funktioniert ganz gut als Ablenkung.

 

Transformation kann nur geschehen, wenn wir unseren Inneren Kritiker verstehen, ihn benennen und uns von ihm lösen!

 

1. Werde dir der Stimme bewusst und gib ihr einen Namen.


Wie oft kritisierst du dich selbst? Wann besonders? Beim Essen, beim Anziehen, wenn du in der Stadt spazierst? Versuche, dir fünf Verurteilungen dir gegenüber bewusst zu werden. Vielleicht hast du deine Körpergrösse, deine Augen, deine Haare, dein Verhalten, deine Oberschenkel, deinen Job, deinen Partner bemängelt.

 

2. Löse dich vom Inneren Kritiker.
 

Wenn du der Stimme einen Namen gegeben hast, kannst du dich auch von ihr loslösen.

 

Die Stimme nimmt uns unsere Kraft und kehrt sich gegen uns. Sie will, dass wir uns klein und schwach fühlen und somit ja nichts verändern. Sie will den Status Quo erhalten, denn da sind wir sicher.

 

Um unsere Beziehung zum Essen zu verändern, müssen wir uns von der Stimme lösen können, ansonsten wird sie keine Veränderung zulassen.

 

Es braucht Übung, die Stimme wahrzunehmen, und nicht auf sie zu reagieren. Meistens rebellieren wir gegen sie. Z. Bsp. wenn sie sagt: „Jetzt hast du schon wieder 200 Gramm Schoggi gegessen! Schäm dich!“ rebelliert ein anderer Teil in uns mit: „Was geht dich das an! Ich mach, was ich will! Du hast gar nichts zu sagen!“ und zum Trotz toppen wir die Schoggi mit einem oder besser zwei Stück Cheesecake.

 

3. Ersetze den Kritiker mit der fürsorglichen Stimme.


Der Kritiker wird immer da sein. Er ist ein wichtiger Teil von uns. Aber er muss nicht mehr so laut und dominant sein. Indem ich ihm einen Namen gebe, er mir bewusst ist und ich nicht mehr auf ihn reagiere, hat er keine Macht mehr über mich.

 

Heute höre ich meinen Inneren Kritiker. Er ist mir bewusst. Ich weiss jetzt, dass er nur ein Teil von mir ist und ich glaube ihm seine fiesen Worte nicht mehr. Statt mich schlecht zu fühlen, wähle ich einen positiven, aufbauenden inneren Dialog.

 

Mein Kritiker erinnert mich ein wenig an Fräulein Rottenmeier in „Heidi“: missbilligend, ablehnend, engstirnig, stur, freudlos… Sie verdirbt allen die Laune und den Spass, macht einen klein, ist fies, kalt und lieblos.

 

Der Alp-Oehi hingegen ist fürsorglich, tröstend, warm, behütend, liebend. Bei ihm kann man sich wohlfühlen. Er lässt Freiraum, vertraut und bestärkt.

 

Auch diese fürsorgliche Stimme ist ein Teil von uns. Leider ist sie oft so leise, dass wir sie gar nicht hören; Fräulein Rottenmeier übertönt alles.

 

Diese liebende und bestärkende Stimme gilt es zu trainieren. Und das geht ganz gut. Vielleicht hattest du einmal so jemanden in deinem Leben: Ein Grosi, ein Opa, eine Tante, oder – wenn du Glück hattest – ein Elternteil...

 

 

 

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